Mittwoch, 13. Mai 2015

So bereitet man sich ideal auf eine Schreibnacht vor!


Eine Nacht voller Worte steht kurz bevor. Am Freitag, 15. Mai ab 20/21 Uhr, wird überall im Land (und sogar in den angrenzenden Ländern) getippt, was die Tasten hergeben.
Doch längst nicht jeder setzt sich einfach nur hin und schreibt von 21 bis 3 Uhr durch, nein. Es bedarf einiges an Vorbereitung - besonders, wenn man zum ersten Mal nicht allein schreibt.

Die kleine Grundausrüstung:

- Laptop oder Block mit Stift
- ein Getränk
- Motivation und eine Idee
- das Wissen, dass es von 20-21 Uhr einen Special Guest gibt
- eine Prise Kardamom

Dies sollte in der kleinen Grundausrüstung fehlen:
- eine Schreibblockade
- Lärm

Ja, die Glühbirne versinnbildlicht die Idee.

Die mittlere Grundausrüstung:

- Laptop oder Block und verschiedene Stifte
- zwei Getränke, mind. eines davon mit Koffein
- Motivation und mehrere Ideen
- eine ungefähre Ahnung, was man den Special Guest fragen möchte
- Knabber-/Süßkrams
- wahlweise die favoritisierte Schreibmusik
- eine Kuscheldecke

Das sollte in der mittleren Grundausrüstung fehlen:
- Lärm
- eine Schreibblockade
- Müdigkeit
- Fehler jeglicher Art

Der Waschbär ist übrigens obligatorisch.

Die große Grundausrüstung:

- Ein High-End-Laptop mit 22 Stunden Akkulaufzeit sowie ein Block aus handgeschöpftem Papier und 200 unterschiedlich starken Bleistiften (jeweils mit, ganz wichtig, MIT blassrosa Radiergummi hintendrauf!)
- mindestens zwanzig verschiedene Getränke, davon fünf mit Koffein und sieben mit Alkohol
- der abgefahrenste Flow, den je ein Lebewesen hatte, sowie dreißig geniale Ideen samt Vorschlägen für ein späteres Drehbuch und eine Hörspieladaption
- vorbereitete Fragen für den Special Guest (Minimum 60)
- ein Vier-Gänge-Menü. Und Smarties.
- ein leerer 4000l-Pool für die Smarties
- ein Orchester, das per Bluetooth Einblick in das Gehirn des Autoren erhält, um passend zum Geschrieben Musik umzusetzen
- eine mit Watte gefüllte Hüpfburg samt integrierter Wasserrutsche, die sogar mit Schuhen betreten werden darf. Hier schreibt der Autor mindestens eine Stunde, danach kann er sich zwischen einem gigantischen Wasserbett, einer Hängematte (unterhalb eines Helikopters hängend) und einem einsamen, aber gut ausgepolsterten und beheizten Hochsitz im dicht bewaldeten Nationalpark entscheiden
- ein pompöses und gleichermaßen portables Kaminfeuer
- eine TARDIS
- nochmals 200 Bleistifte
- haben wir Tannenzapfen schon erwähnt?
- ein Fernsehteam, das derweil über den Schreibenden berichtet
- diverse Verhütungsmittel, um auf den bevorstehenden Mindfuck seines Plots vorbereitet zu sein
- einen dicken Autorenvertrag in der Tasche (welche übrigens aus echtem tibetanischen Ziegenleder besteht)
- ein gesundes Ego