Mittwoch, 15. April 2015

Wie erreicht man eigentlich den "Flow"?

Der Flow (engl. für "fließen", "strömen") ist etwas, das die meisten Autoren erreichen wollen - einfach für mehrere Stunden in ihren Texten versinken, ohne Pause das schreiben, was man schon lange schreiben will. Und dann endet der Flow und man hat wie aus dem Nichts 4000 Worte geschrieben. Aber geht das wirklich?


Was ist der Flow?

Der Flow ist ein Begriff der Psychologie und bezeichnet den Zustand völliger Vertiefung. Der geht wiederum einher mit einem Glücksgefühl. Man spricht gerne von einem Schaffensrausch.
Dabei gehört der Flow längst nicht nur zur Arbeit der Schreiberlinge - auch andere Künstler, Sportler oder Menschen mit Berufen, die Konzentration dringend benötigen (z.B. Chirurgen) können den Flow haben. Und auch in einer Prüfung kann es vorkommen, dass man entweder vor lauter Angst oder vor Langeweile in diesen Zustand übergeht.

Wikipedia sagt:
Um sich bei einer Aufgabe in den Zustand des Flows zu versetzen, braucht einem die Tätigkeit nur zu gefallen, und die Anforderung so hoch sein, dass sie die volle Konzentration erfordert. Sie darf jedoch nicht so hoch sein, dass man überfordert ist, denn dann ist die „Mühelosigkeit“ nicht mehr gegeben. Das Flow-Erlebnis wird durch diese beiden Faktoren Mindestanforderung und Anforderungsgrenze beschränkt.

Donnerstag, 9. April 2015

Die bittersüßen Nachteile, Fantasie zu haben


»Wer sich zwischen den Sternen bewegt, kann nur noch lächeln über die kostbaren Fußböden der Reichen.« 
- Lucius Annaeus Seneca



Die meisten Menschen haben Fantasie, manche mehr, manche weniger. Anfang Februar habe ich auf Facebook gefragt, was schlecht daran sein könnte, welche zu haben.
Zunächst wurden die schönen Seiten der Fantasie aufgezählt, und das sind viele. :D
Die liebe Juliana Fabula antwortete zum Beispiel:
Man begreift Dinge mit mehr Leichtigkeit, man kann sich das Leben selbst bunter gestalten. Wenn ich durch die Gegend laufe und mir vorstelle, das zwischen den Blumen Feen herumschwirren, das es in den Wolken Wesen gibt, die sie zu Formen machen. Wenn ich mein Leben einfach mal anders betrachte, dann finde ich das viel angenehmer. 

Da kann ich nur zustimmen - die kleinen Dinge werden gleich viel schöner, wenn man etwas sieht, was andere nicht sehen können. Etwas besonders fühlt man sich dadurch schon. ;)
Aber in diesem Post soll es nicht um die Vorteile gehen, die kennen wir schließlich zur Genüge!
Der Regenbogen der Fantasie hat auch seine Schattenseiten - oh Gott, dieser Satz ist furchtbar kitschig. Bah. (Über die Nachteile des Schreibens an sich könnte man auch einen Blogpost verfassen). Back to topic!


 Gibt es Menschen ohne Fantasie?

Wie denken eigentlich Menschen, die keine Fantasie haben? Wäre es tatsächlich schlimm, gedanklich fokussierter zu sein, das bunte Gedankenkarussel nie zum Anhalten zwingen zu müssen, weil es ohnehin schon die ganze Zeit steht?
Gibt es überhaupt Menschen ohne Fantasie?
Tinka Beere schrieb dazu:
Woher will man wissen, was keine [Fantasie] ist? Wir wissen ja noch nicht mal, ob jeder Mensch das gleiche sieht! Wahrnehmung, ein furchtbar spannendes Thema!
Ich wage zu behaupten, dass die meisten, die sich gerade keinen Menschen ohne Fantasie vorstellen können, selbst keine Fantasie haben.
Selbst, wenn jeder Mensch irgendwo Fantasie besitzen sollte, kann man sich dennoch Gedanken darüber machen, wie so ein Mensch denken würde - und manche können das eben besonders gut, manche eben kaum.
Vermutlich wird es so sein: Jeder Mensch hat grundsätzlich eine gewisse Vorstellungskraft, kann sich die Zukunft ausmalen oder im Vorhinein darüber nachdenken, was z.B. seine Worte bei einem Gesprächspartner auslösen können.
Fantasie geht einen Schritt weiter. Sie braucht oft auch keinen Anhaltspunkt, um sich Dinge auszudenken. Aus dem Nichts heraus denken Fantasievolle an andere Welten, Wesen, komische Ereignisse. Und dabei müssen es nicht einmal feuerspuckende Einhörner sein.