Mittwoch, 14. Mai 2014

50 kurze Ausreden für alle Autoren mit Schreibblockade

Agatha Christie. Bildquelle

Du möchtest schreiben, aber kannst nicht? Hast aber allen (oder zumindest einigen Leuten) angekündigt, bald Lesestoff nachzuliefern?
Oder du suchst einfach an sich einen Grund, nicht zu schreiben, weil du eine völlige Blockade (#01) hast, ohne direkt zuzugeben, dass du eine hast?
Dann sei dir hiermit geholfen. Poste einfach die Nummer der Ausrede mitsamt dem Link zu diesem Post und jeder da draußen weiß Bescheid - dass du dich eigentlich nur drücken willst und mit einem Buch in der Badewanne oder mit einer Tüte Chips vor der Glotze hängen willst.
Viel Erfolg und gute Erholung! ;)
~ Jen



50 kurze Ausreden für alle Autoren mit Schreibblockade


#01 Ich habe eine Schreibblockade
#02 Ich habe Hunger
#03 Ich habe Durst
#04 Ich bin müde
#05 Ich habe Kopf-/Bauch-/Rückenschmerzen/alles zusammen
#06 Die Nachbarn feiern zu laut
#07 Ich feiere zu laut
#08 Mein Hund muss Gassi gehen/mein Mietzer muss gekrault werden/die Fische ertrinken
#09 Ich möchte auch mal Zeit für meine Familie/Freunde haben
#10 Ich schreibe in einem Monat sehr wichtige Klausuren
#11 Ich habe eine ganz wichtige Klausur geschrieben und bin davon erschöpft
#12 Der Eurovision Song Contest läuft/Costa Rica spielt gegen die Elfenbeinküste
#13 Ich habe heute einfach kein Glück und schütze besser mein Buch davor
#14 Ich muss morgen früh raus
#15 Das Internet spinnt, das muss erst repariert werden
#16 Mein Chara wurde gerade von mir umgebracht, ich bin viel zu traurig
#17 Mir fällt nichts ein
#18 Ich werde von einem Forum/einer Facebookseite/o.ä. abgelenkt
#19 Ich habe keine Lust
#20 Ich habe von einem ockerfarbenen Opossum halluziniert
#21 Mich dünkt, dass ich des heutigen Tages zu verbaler Überheblichkeit neig', oho wohlan
#22 I am totally not able to write something german
#23 Mein Akku ist gleich leer
#24 Mich nervt diese blöde Büroklammer, die denkt, dass ich einen Brief schreiben will
#25 Ich muss mal

Freitag, 9. Mai 2014

Was unterscheidet Autoren von heute von jenen von früher?

Mit diesem Artikel schließe ich meine Posts über meine Lernleistung zum Thema "Werdegang von Autoren - früher und heute" ab und verweise mit Freuden auf die Werdegänge von Friedrich Schiller, Georg Büchner, Thomas Mann, Frank Schätzing, Jana Oltersdorff, Jennifer Jäger und ... mir. Ich hoffe, ihr hattet so viel Spaß, wie man mit solchen Sachtexten nur haben kann!
Es folgt eine Art Zusammenfassung. In der eigentlichen Lernleistung leiten diese Texte die Werdegänge ein - welcher Autor als Beispiel für früher und welcher für heute dient, dürft ihr gerne hier erfahren!
Bis dahin: Cheers!
~ Jen

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Was ist ein Autor überhaupt?


 Der Begriff „Autor“ stammt aus dem Lateinischen von „auctor“, also „Urheber“ oder „Schöpfer“, womit der Urheber eines Textes gemeint ist. Hierzu zählen Drama, Epik, Lyrik und Sachtexte ebenso wie Comics oder Bilderbücher sowie auch Dinge aus Kunst, Musik, Film oder Fotografie1. Die Bezeichnung des Schriftstellers spezifiziert Personen, die das Verfassen literarischer Werke beruflich ausüben.
Zwar müsste ich meine Lernleistung somit auf Schriftsteller und nicht auf Autoren fokussieren, allerdings fallen Schriftsteller – gerade im historischen Sinne – unter den Begriff des Autoren, weswegen ich beide Begriffe verwenden werde.

Früher

 Heutzutage kann jedermann Autor werden, sobald er Dinge verfassen und veröffentlichen kann, doch das war nicht immer so. Bis zur Moderne hatten vor allem reiche Menschen die nötige Bildung, um fiktive Geschichten niederzuschreiben. Erst 1919 hat die Weimarer Verfassung die allgemeine Schulpflicht für ganz Deutschland beschlossen, die es theoretisch möglich macht, dass jeder Literatur zu Papier bringen kann.2
Literatur war neben dem Unterhaltungswert immer auch zweckgebunden. Texte hatten meist eine ethische oder politische Bedeutung (Ovid, Juvenal, Horaz); Fabeln, Mythen und Märchen (Antike Mythen, Gebrüder Grimm) vermittelten eine Moral. Reine Unterhaltungsliteratur gab es nur im Bereich der Liebeslieder (Sappho; altägyptische Liebeslieder), und diese waren vor allem für den kleinen Kreis der gehobenen Gesellschaft verfügbar. Auch heutzutage verfolgt Literatur oft einen Zweck, trotzdem gibt es viel mehr frei verfügbare Texte, die der Unterhaltung dienen. Es ist denkbar, dass Unterhaltungsgeschichten früher primär mündlich weitergegeben wurden, wie es auch vor den Gebrüdern Grimm lange bei europäischen Märchen und Sagen der Fall war.
Zudem hing Autorschaft bis zum 19. Jahrhundert oft mit einem Mäzen zusammen, also einem Mann, der den Autor finanziell förderte. Diese Autoren waren im Gegensatz zu etlichen heutigen Autoren keine „Freien Schriftsteller“, sondern vom Mäzen abhängig. Der Ausdrucksgeber des Mäzenats, Maecenas, förderte beispielsweise Horaz und Vergil, und auch William Shakespeare widmete seine Werke seinem Mäzen, dem Earl of Southampton Henry Wriothesley.
Das Mäzenat war also grob betrachtet wie das umgekehrte Prinzip einer Literaturagentur, wenngleich es für einen Autoren vermutlich nicht die schlechteste Art war, denn er konnte so von seiner Arbeit leben – es gibt kaum einen Schriftsteller, der das nicht möchte.
Außerdem war es möglich, dass die Geschichten von Machthabern zensiert oder verändert wurden, um bestimmte Ideologien zu untermalen. Gerade im dritten Reich wurde die Jugend so herangezogen, dass sie nicht geistig, sondern körperlich aktiv sein sollte, was das Heranwachsen von Literaten verhinderte.
Erst mit der Nachkriegsliteratur wuchs die Anzahl der Schriftsteller allmählich an.3

Donnerstag, 8. Mai 2014

Werdegang: So wurde JENNIFER JÄGER eine Autorin!

Heute ist Jennifer Jägers neuester Roman "Traumlos, Band 2: Im Tal der verlorenen Hoffnungen" erschienen.
Um die Veröffentlichung ein wenig zu feiern verrate ich euch an dieser Stelle, wie Jennie eine Autorin geworden ist - im ganz sachlichen Lernleistungs-Stil. Damit endet auch meine Serie über die Werdegänge von Autoren, der wirklich letzte, mein eigener, kann hier gefunden werden.
Nun aber zurück zu Jennie!

Bildquelle

Jennifer Jäger wurde am 16. November 1992 in Neustadt an der Weinstraße geboren. Aktuell ist sie Autorin bei der eBook-Sparte „impress“ des bekannten Verlages Carlsen und wird durch die AVA Autoren- und Verlagsagentur vertreten. Sie studiert außerdem derzeit Germanistik in München, da sie später Lektorin werden möchte. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie in in der zwölften Klasse, mit siebzehn Jahren, beim Kleinverlag AAVAA. Auf der Suche nach Möglichkeiten, das Buch zu vermarkten, fand sie schließlich die Internetplattform BookRix, wo sie sich erfolgreich mit der Community vernetzte. Die Wartezeit für das Studium hat sie schließlich auch in der BookRix-Zentrale in München überbrückt, seitdem war sie lange Zeit, etwa bis März 2013, eng mit der Plattform verbunden. Social Media ist noch immer sehr wichtig für sie, da sie die Bindung zu den Lesern nach eigenen Angaben sehr schätzt. Auf ihrer Facebook-Fanpage zählt sie 1092 Fans1. Ein Herzprojekt von ihr ist das „Schreibnacht“-Forum2, wo monatlich gemeinsame Schreibabende veranstaltet werden; das Forum hat aktuell etwa 290 Mitglieder, wobei meist etwa 80 an den Schreibabenden teilnehmen. Außerhalb dieser Abende gibt es allerhand Angebote, die denen, die BookRix früher hatte, teils ähnlich sind.
Für die besondere literarische Prägung kann sie keine genaueren Personen angeben, jedoch habe es in ihrer Schulzeit mehrere Lehrer gegeben, die sie in ihrem Tun unterstützten und zum Beispiel beim Erscheinen ihres ersten Romanes dafür sorgten, dass in der Schülerzeitung und der lokalen Presse etwas darüber stand. Zu ihren literarischen Vorbildern gehören J.K. Rowling und Frank Schätzing.
Momentan arbeitet sie an einem weiteren Roman.


Donnerstag, 1. Mai 2014

Was Autoren in sozialen Netzwerken schreiben - und was sie wirklich meinen!


»I write because I don't know what I think until I read what I say.«
- Flannery O'Connor

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Moderne Autoren brauchen Social Media. Vernetzt sein, andere Autoren treffen; wer es einmal in diversen Facebookgruppen, auf Twitter oder - eww - Google+ erlebt hat, will es nicht mehr missen.
Gut.
Außer bei Google+.
Beim gestrigen Schreibabend ("Schreib in den Mai"), der ebenfalls auf Facebook stattfand, ist mir aufgefallen, wie ich einige der unten stehenden Dinge postete (schreckliche Formulierung) - und im übertragenen Sinne log. Im Gespräch mit Gleichgesinnten fällt auf: Wir sind da alle gleich.
Und darum trage ich an dieser Stelle einige Beispiele für die Asozialität von sozialen Netzwerken zusammen - denn sie dienen uns nicht nur, sie halten uns auch von der Arbeit ab.

***

Autor schreibt:
Ich glaube, ich habe eine total innovative Idee für einen Roman! Das wird richtig gut!
Autor denkt:
Vermutlich. Man kann ja nie wissen, wer schneller war.

Autor schreibt:
Ich würde mich freuen, wenn sich einer von euch als Betaleser für meinen Roman melden würde! :)
Autor denkt:
OH MEIN GOTT, BITTE HEEEEELFT MIR, HIER VERSINKT ALLES IM CHAOOOOS!!!

Autor schreibt:
Ich fange jetzt an mit schreiben.
Autor denkt:
In etwa zehn Minuten habe ich Musik, mein Essen und Getränke rausgesucht, stilvoll auf dem Tisch ausgebreitet und schon ein wenig genascht, dann mögliche Gesprächspartner abgewimmelt und eine angenehme Sitzposition eingenommen. Danach werde ich noch etwa eine Viertelstunde vorige Textstellen lesen, für den einen oder anderen Charakter schwärmen, einige Dinge umformulieren und anschließend feststellen, dass ich in einem ganz blöden Satz aufgehört habe. Dann werde ich kurz "aus Inspirationszwecken" auf Facebook vorbeischauen, eigentlich nur der Neugier halber. Dort stelle ich fest, dass mein Post "Ich fange jetzt an mit schreiben" in der Autorengruppe 14 Likes bekommen hat und mir sechs Leute in der Kommentarsektion viel Erfolg wünschen. Daraufhin zwinge ich mich zum Schreiben, aber der Druck der Öffentlichkeit ist mit einem Mal so groß, dass ich eine Blockade bekomme und eine Minute mit leerem Blick auf den Bildschirm starre, bevor ich das Dokument schließe.
Anschließend wird darüber getwittert.

Autor schreibt:
Ich sitze hier in meinem Lieblingscafé und arbeite an meinem Roman weiter! :)
Autor denkt:
Wenn die Leute um mich herum wenigstens mal die Klappe halten würden! Ich versuche zu arbeiten, HALLOOO? Na ja, wenigstens gibt es freies W-LAN.

Autor schreibt:
Jetzt fange ich aber wirklich an mit schreiben!
Autor denkt:
Gut, dass mir von zwei Freunden gut zugeredet wurde. Mein letzter Post ist jetzt anderthalb Stunden alt, ich muss dringend auf Toilette von den vielen Getränken und weiß gar nicht, wo die Zeit schon wieder hingeflossen ist. Lieber erstmal was posten, um mich selbst zum Arbeiten zu motivieren!
Wo habe ich eigentlich mein Notizbuch ...? Mist, das brauche ich ja noch ganz dringend zum Schreiben!