Donnerstag, 18. Dezember 2014

Mein NaNoWriMo 2014


»Worte sind schwierig«, sagte er nachdenklich. »Selbst die vielen, die es gibt, reichen manchmal nicht aus. Und dann sitze ich hier und starre das Kreuz an der Wand an, bis ich mich mit einem Wort zufrieden geben muss, das die Geschichte zumindest für den Leser verständlich macht.«

- Ionesco


Schon 18 Tage ist der Dezember alt, und ich habe immer noch keinen Post über meinen NaNoWriMo zustande gebracht. Das wird jetzt geändert! (Captain Obvious).
Los geht es miiit ...

 Ein Blick in mein Schreibtagebuch



Anfangs habe ich noch fleißig die Seiten gefüllt, aber das ließ dann auch nach - dafür füllte ich die Seiten meines Romanes.


Dass das Tagebuch litt, hatte vor allem mit gewissen Uniaktivitäten zu tun - und damit, dass ich vor allem zwischen 22:30 Uhr und Mitternacht geschrieben habe ... danach war ich einfach zu müde.


Obwohl mich zwischendurch Zweifel plagten, schwächelte mein Wortcount nur kurz.


Denn letzten Endes konnte ein 4k-Nachmittag am 30.11. den kompletten Monat retten ... und mich stolz machen. :)

Montag, 24. November 2014

15 Fakten über meinen aktuellen Roman


»Sie scheinen ja Fortschritte zu machen, Herr Ionesco«, sagte Marten schließlich, um zu beweisen, dass seine Schlagfertigkeit heute etwas länger brauchte. [Otis] holte tief Luft. »Wenn Sie das als Fortschritt bezeichnen, Herr Willersbrande … ich drehe mich nur im Kreis und greife nach Dingen, die ich im Schwindel zu fassen bekomme.« 
- Ionesco


Das ist mir ja noch nie passiert! Die liebe Tinka hat mich getaggt!
Ich soll 15 Fakten über mein aktuelles Romanprojekt - Ionesco - auflisten.
Na, das kann ja heiter werden!
Wie so oft, wenn ich für irgendetwas nominiert werde, ist hier das tote Ende - ich fordere niemanden heraus, aber jeder ist herzlichst dazu eingeladen, es mir gleich zu tun! :)

Nun denn!

Vorläufiges Cover aus der Anfangsphase des Romanes.
Sieht aus wie ein Thriller, oder? :/


1. Weg vom Fantasy
Jawollja, so viel darf gesagt sein - Ionesco hat kein richtiges Genre, auch wenn es im Exposé oder auf dem Klappentext so klingen dürfte. Ich nenne es selbst eine Tragödie/Tragikomödie mit einem (aber nur einem!) fantastischen Element.
Ich habe schon vorher realistischere KGs geschrieben, aber ein so ernster Roman ist auch etwas Neues für mich. Ab und zu sehne ich mich zurück zu der kindlich-naiven und irgendwie leichter zu schreibenden Welt der Drachenfantasy á la zwölfjährige Jenny. Hachja. Vielleicht nach Ionesco wieder.

2. Ich meine es ernst
Seit 2009 habe ich keinen Roman zum Ende gebracht, aus vielerlei Gründen. Mittlerweile bin ich mit meinem Schreibstil und vor allem der Idee so zufrieden, dass ich Ionesco ganz dringend veröffentlichen möchte.

3. Jen R. R. Martin
Es sterben Charaktere. Und eine meiner Betaleserinnen hat tatsächlich geweint; an einer Stelle, an der ich beim Schreiben ebenfalls den Tränen nahe war. Schön, zu sehen, dass ich auf einer Wellenlänge mit meinen Lesern bin. :)

4. Hassliebe
Drei Freunde, die im Sommer mit mir in Norwegen waren, haben dort die ersten 20.000 Worte von Ionesco gelesen. Und jeder von ihnen hatte eine andere Lieblings- und Hassfigur, obwohl es anfangs nur vier Protagonisten gibt (die alle aus einer Familie stammen und sich offenbar doch krass unterscheiden). Das hat mich richtig überrascht und daran erinnert, wie verschieden Geschmäcker sein können.

Sonntag, 26. Oktober 2014

50 weitere kurze Ausreden für alle Autoren mit Schreibblockade


»Es werden mehr Ausreden als Reden gehalten. Aber die Ausreden sind meist brillanter als die Reden.« - Unbekannt

Sie sehen: Die fulminante Fortsetzung von "50 kurze Ausreden für alle Autoren mit Schreibblockade" (wer hätte es gedacht?) - wer den ersten Teil verpasst hat, kann ihn hier nachlesen. Viel Spaß!

#51 Ich habe immer noch Hunger
#52 Durst hab ich nicht mehr, dafür muss ich ganz dringend auf Toilette
#53 .FTW .sträwkcür run etueh ebierhcs hcI
#54 Ich habe den großen Fehler begangen, mir einen Steam-Account zuzulegen
#55 Mein Mikrofon ist weg und mein Dragon Naturally Speaking funzt ohne nicht
#56 Ich habe mir durch ein dummes Missgeschick alle zehn Finger gebrochen
#57 Ich habe gar keinen Computer
#58 Ich feier heute Nicht-Geburtstag
#59 Ich feier heute Geburtstag
#60 Ich muss arbeiten. Ja, es gibt auch solche Menschen.
#61 Meine Stifte sind alle weg. Alle.
#62 Mir ist eingefallen, wie dringend ich ein Exposé brauche. Jetzt weine ich.
#63 I WILL NEVER BE A STAAAAAR!
#64 Ich schäme mich zu sehr für #63
#65 Ich muss mich auf den NaNoWriMo vorbereiten. DRINGEND.
#66 Ich schreibe an komischen Blog-Auflistungen
#67 Das Opossum hat wieder zugeschlagen.
#68 Korrigiere mich: Das OCKERFARBENE Opossum

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Warum ich mich im November täglich selbst bestechen werde


Alle Jahre wieder, im November, spitzen etwa 700.000 Autoren rund um den Globus ihre Stifte, lassen ihre Finger knacken, schreiben sich die Seele aus dem Leib.
Zwei Jahre nehme ich auch daran teil, und in diesen zwei Jahren habe ich versagt.
Das Ziel, 50.000 Worte, ist einfach zu groß für mich.
Bislang.
Vielleicht hilft mir in diesem Jahr meine neue kleine Idee, mich täglich zu 1.667 Worten motiveren zu können. Nämlich:

ICH BESTECHE MICH SELBST.


Geht ganz einfach. Auf dreißig kleinen Zetteln (die ich schon im September geschnibbelt habe) stehen dreißig Dinge. (Insgesamt zwei Coca-Cola, eine Packung Kekse, vier Flaschen Club-Mate, eine CD nach Wahl, zwei Toblerone, eine Mandarine, ein Lächeln, zwei Sparkling Ice Teas, ein Herzenswunsch, ein Buch nach Wahl und vieles mehr).
Wenn ich 1.667 Worte an einem Tag geschafft habe, darf ich einen Zettel ziehen. Wenn nicht, wandert ein Zettel raus und ich darf mir das Buch/Spiel/etc. bis Januar 2015 nicht kaufen und auch nicht zu Weihnachten wünschen. Das meiste Ess- und Trinkbare wurde schon eingekauft und wird verschenkt, wenn ich den Tagessatz nicht schaffe.

Warum tue ich das?
2012 und 2013 habe ich nicht einmal die Hälfte der 50.000 Worte geschafft. Und das hat mich unsäglich deprimiert. In diesem Jahr habe ich mit studieren angefangen und verbringe täglich über zwei Stunden in Zügen und auf Bahnhöfen (weswegen ich mir schon eine komfortable Schreib-App aufs Handy runtergeladen habe). Da kann sich so ein Tag ganz schön ziehen.
Neusten Messungen zufolge ... also, ich hatte eine Stoppuhr an ... brauche ich mindestens zwei Stunden für den Tagessatz. Ich werde mir im November meinen Perfektionismus abgewöhnen müssen, fürchte ich, sonst wird das nie was.

Was habe ich noch für Tricks auf Lager?

Samstag, 14. Juni 2014

Das war der JuniWriMo 2014


Hallihallohallöchen ihr fleißigen Schreiber und Leser da draußen!
Eine Woche ist schon rum im diesjährigen JuniWriMo, ganze 80 Leute nehmen teil und vermelden größtenteils Erfolge - weiter so!
Bei mir persönlich läuft es eher schleppend bis gar nicht, habe einen Hauptprotagonisten umgebracht und mich zudem für die englische Abitur-Nachprüfung gemeldet, die üblichen Ausreden (hier: Nummer #16 und eine Variation von #10) eben.
Nun ja, aber kommen wir zum Wichtigen!


Dank des JuniWriMos sitze ich tatsächlich noch an meiner Geschichte und überarbeite bzw. schreibe eine Szene neu, weil sie mir vom Feeling her noch nicht passt. Das typische Problem am Anfang einer Story, wenn man seine Protas erst noch richtig kennen lernen muss. 
Das schreibt zum Beispiel Bianca unter den "Eröffnungspost", der am ersten Tag gegen Mittag erschien.
Das erste Wochenende über haben sich alle ganz brav und fast ohne mein Zutun kennengelernt und gegenseitig motiviert!

Dann gab es am Abend bereits eine Premiere: Ihr wurdet aufgefordert, euren "schönsten Satz des Tages" zu posten, also jenen Satz, der euch am stolzesten gemacht hat. In den folgenden Tagen führte ich dieses Konzept weiter - und fast täglich las ich durchweg tolle Sätze von Autoren, deren Bücher ich sicherlich auch mal lesen werde! Nur an Tag 5 und 6 gab es leider keinen Satz, ich war nicht da zum posten. :/



Donnerstag, 5. Juni 2014

31 Tage voller Worte: Der JuniWriMo 2014!

Es gibt Abhilfe!

 Wer den NaNoWriMo und das Camp NaNoWriMo kennt, wird im November, Mai und Juli alle Tasten voll zu tun haben. Aber da meine Freundin Xenia und ich das erste Camp NaNoWriMo abiturbedingt verpasst haben und meine Wenigkeit den Großteil des Julis in Norwegen ist, wollen wir unser eigenes Camp NaNoWriMo abhalten - den JuniWriMo!
 Vom 6. Juni bis zum 6. Juli setzen wir uns selber ein Ziel, das wir erreichen wollen, und teilen unsere Sorgen, Probleme und Erfolge mit der Facebook-Community in unserer eigenen Veranstaltung.
Außerdem wird auch hier auf dem Blog berichtet - was waren die schönsten Sätze, die an einem Tag geschrieben wurden? Welche Erleuchtungen hatte die Community? Schaffe ich endlich einmal mein Ziel?
 Wir würden uns freuen, wenn du ebenfalls teilnimmst und deinen Roman ein ganzes Stückchen mehr in Richtung Vollendung bringst! ;)

Mittwoch, 14. Mai 2014

50 kurze Ausreden für alle Autoren mit Schreibblockade

Agatha Christie. Bildquelle

Du möchtest schreiben, aber kannst nicht? Hast aber allen (oder zumindest einigen Leuten) angekündigt, bald Lesestoff nachzuliefern?
Oder du suchst einfach an sich einen Grund, nicht zu schreiben, weil du eine völlige Blockade (#01) hast, ohne direkt zuzugeben, dass du eine hast?
Dann sei dir hiermit geholfen. Poste einfach die Nummer der Ausrede mitsamt dem Link zu diesem Post und jeder da draußen weiß Bescheid - dass du dich eigentlich nur drücken willst und mit einem Buch in der Badewanne oder mit einer Tüte Chips vor der Glotze hängen willst.
Viel Erfolg und gute Erholung! ;)
~ Jen



50 kurze Ausreden für alle Autoren mit Schreibblockade


#01 Ich habe eine Schreibblockade
#02 Ich habe Hunger
#03 Ich habe Durst
#04 Ich bin müde
#05 Ich habe Kopf-/Bauch-/Rückenschmerzen/alles zusammen
#06 Die Nachbarn feiern zu laut
#07 Ich feiere zu laut
#08 Mein Hund muss Gassi gehen/mein Mietzer muss gekrault werden/die Fische ertrinken
#09 Ich möchte auch mal Zeit für meine Familie/Freunde haben
#10 Ich schreibe in einem Monat sehr wichtige Klausuren
#11 Ich habe eine ganz wichtige Klausur geschrieben und bin davon erschöpft
#12 Der Eurovision Song Contest läuft/Costa Rica spielt gegen die Elfenbeinküste
#13 Ich habe heute einfach kein Glück und schütze besser mein Buch davor
#14 Ich muss morgen früh raus
#15 Das Internet spinnt, das muss erst repariert werden
#16 Mein Chara wurde gerade von mir umgebracht, ich bin viel zu traurig
#17 Mir fällt nichts ein
#18 Ich werde von einem Forum/einer Facebookseite/o.ä. abgelenkt
#19 Ich habe keine Lust
#20 Ich habe von einem ockerfarbenen Opossum halluziniert
#21 Mich dünkt, dass ich des heutigen Tages zu verbaler Überheblichkeit neig', oho wohlan
#22 I am totally not able to write something german
#23 Mein Akku ist gleich leer
#24 Mich nervt diese blöde Büroklammer, die denkt, dass ich einen Brief schreiben will
#25 Ich muss mal

Freitag, 9. Mai 2014

Was unterscheidet Autoren von heute von jenen von früher?

Mit diesem Artikel schließe ich meine Posts über meine Lernleistung zum Thema "Werdegang von Autoren - früher und heute" ab und verweise mit Freuden auf die Werdegänge von Friedrich Schiller, Georg Büchner, Thomas Mann, Frank Schätzing, Jana Oltersdorff, Jennifer Jäger und ... mir. Ich hoffe, ihr hattet so viel Spaß, wie man mit solchen Sachtexten nur haben kann!
Es folgt eine Art Zusammenfassung. In der eigentlichen Lernleistung leiten diese Texte die Werdegänge ein - welcher Autor als Beispiel für früher und welcher für heute dient, dürft ihr gerne hier erfahren!
Bis dahin: Cheers!
~ Jen

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Was ist ein Autor überhaupt?


 Der Begriff „Autor“ stammt aus dem Lateinischen von „auctor“, also „Urheber“ oder „Schöpfer“, womit der Urheber eines Textes gemeint ist. Hierzu zählen Drama, Epik, Lyrik und Sachtexte ebenso wie Comics oder Bilderbücher sowie auch Dinge aus Kunst, Musik, Film oder Fotografie1. Die Bezeichnung des Schriftstellers spezifiziert Personen, die das Verfassen literarischer Werke beruflich ausüben.
Zwar müsste ich meine Lernleistung somit auf Schriftsteller und nicht auf Autoren fokussieren, allerdings fallen Schriftsteller – gerade im historischen Sinne – unter den Begriff des Autoren, weswegen ich beide Begriffe verwenden werde.

Früher

 Heutzutage kann jedermann Autor werden, sobald er Dinge verfassen und veröffentlichen kann, doch das war nicht immer so. Bis zur Moderne hatten vor allem reiche Menschen die nötige Bildung, um fiktive Geschichten niederzuschreiben. Erst 1919 hat die Weimarer Verfassung die allgemeine Schulpflicht für ganz Deutschland beschlossen, die es theoretisch möglich macht, dass jeder Literatur zu Papier bringen kann.2
Literatur war neben dem Unterhaltungswert immer auch zweckgebunden. Texte hatten meist eine ethische oder politische Bedeutung (Ovid, Juvenal, Horaz); Fabeln, Mythen und Märchen (Antike Mythen, Gebrüder Grimm) vermittelten eine Moral. Reine Unterhaltungsliteratur gab es nur im Bereich der Liebeslieder (Sappho; altägyptische Liebeslieder), und diese waren vor allem für den kleinen Kreis der gehobenen Gesellschaft verfügbar. Auch heutzutage verfolgt Literatur oft einen Zweck, trotzdem gibt es viel mehr frei verfügbare Texte, die der Unterhaltung dienen. Es ist denkbar, dass Unterhaltungsgeschichten früher primär mündlich weitergegeben wurden, wie es auch vor den Gebrüdern Grimm lange bei europäischen Märchen und Sagen der Fall war.
Zudem hing Autorschaft bis zum 19. Jahrhundert oft mit einem Mäzen zusammen, also einem Mann, der den Autor finanziell förderte. Diese Autoren waren im Gegensatz zu etlichen heutigen Autoren keine „Freien Schriftsteller“, sondern vom Mäzen abhängig. Der Ausdrucksgeber des Mäzenats, Maecenas, förderte beispielsweise Horaz und Vergil, und auch William Shakespeare widmete seine Werke seinem Mäzen, dem Earl of Southampton Henry Wriothesley.
Das Mäzenat war also grob betrachtet wie das umgekehrte Prinzip einer Literaturagentur, wenngleich es für einen Autoren vermutlich nicht die schlechteste Art war, denn er konnte so von seiner Arbeit leben – es gibt kaum einen Schriftsteller, der das nicht möchte.
Außerdem war es möglich, dass die Geschichten von Machthabern zensiert oder verändert wurden, um bestimmte Ideologien zu untermalen. Gerade im dritten Reich wurde die Jugend so herangezogen, dass sie nicht geistig, sondern körperlich aktiv sein sollte, was das Heranwachsen von Literaten verhinderte.
Erst mit der Nachkriegsliteratur wuchs die Anzahl der Schriftsteller allmählich an.3

Donnerstag, 8. Mai 2014

Werdegang: So wurde JENNIFER JÄGER eine Autorin!

Heute ist Jennifer Jägers neuester Roman "Traumlos, Band 2: Im Tal der verlorenen Hoffnungen" erschienen.
Um die Veröffentlichung ein wenig zu feiern verrate ich euch an dieser Stelle, wie Jennie eine Autorin geworden ist - im ganz sachlichen Lernleistungs-Stil. Damit endet auch meine Serie über die Werdegänge von Autoren, der wirklich letzte, mein eigener, kann hier gefunden werden.
Nun aber zurück zu Jennie!

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Jennifer Jäger wurde am 16. November 1992 in Neustadt an der Weinstraße geboren. Aktuell ist sie Autorin bei der eBook-Sparte „impress“ des bekannten Verlages Carlsen und wird durch die AVA Autoren- und Verlagsagentur vertreten. Sie studiert außerdem derzeit Germanistik in München, da sie später Lektorin werden möchte. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie in in der zwölften Klasse, mit siebzehn Jahren, beim Kleinverlag AAVAA. Auf der Suche nach Möglichkeiten, das Buch zu vermarkten, fand sie schließlich die Internetplattform BookRix, wo sie sich erfolgreich mit der Community vernetzte. Die Wartezeit für das Studium hat sie schließlich auch in der BookRix-Zentrale in München überbrückt, seitdem war sie lange Zeit, etwa bis März 2013, eng mit der Plattform verbunden. Social Media ist noch immer sehr wichtig für sie, da sie die Bindung zu den Lesern nach eigenen Angaben sehr schätzt. Auf ihrer Facebook-Fanpage zählt sie 1092 Fans1. Ein Herzprojekt von ihr ist das „Schreibnacht“-Forum2, wo monatlich gemeinsame Schreibabende veranstaltet werden; das Forum hat aktuell etwa 290 Mitglieder, wobei meist etwa 80 an den Schreibabenden teilnehmen. Außerhalb dieser Abende gibt es allerhand Angebote, die denen, die BookRix früher hatte, teils ähnlich sind.
Für die besondere literarische Prägung kann sie keine genaueren Personen angeben, jedoch habe es in ihrer Schulzeit mehrere Lehrer gegeben, die sie in ihrem Tun unterstützten und zum Beispiel beim Erscheinen ihres ersten Romanes dafür sorgten, dass in der Schülerzeitung und der lokalen Presse etwas darüber stand. Zu ihren literarischen Vorbildern gehören J.K. Rowling und Frank Schätzing.
Momentan arbeitet sie an einem weiteren Roman.


Donnerstag, 1. Mai 2014

Was Autoren in sozialen Netzwerken schreiben - und was sie wirklich meinen!


»I write because I don't know what I think until I read what I say.«
- Flannery O'Connor

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Moderne Autoren brauchen Social Media. Vernetzt sein, andere Autoren treffen; wer es einmal in diversen Facebookgruppen, auf Twitter oder - eww - Google+ erlebt hat, will es nicht mehr missen.
Gut.
Außer bei Google+.
Beim gestrigen Schreibabend ("Schreib in den Mai"), der ebenfalls auf Facebook stattfand, ist mir aufgefallen, wie ich einige der unten stehenden Dinge postete (schreckliche Formulierung) - und im übertragenen Sinne log. Im Gespräch mit Gleichgesinnten fällt auf: Wir sind da alle gleich.
Und darum trage ich an dieser Stelle einige Beispiele für die Asozialität von sozialen Netzwerken zusammen - denn sie dienen uns nicht nur, sie halten uns auch von der Arbeit ab.

***

Autor schreibt:
Ich glaube, ich habe eine total innovative Idee für einen Roman! Das wird richtig gut!
Autor denkt:
Vermutlich. Man kann ja nie wissen, wer schneller war.

Autor schreibt:
Ich würde mich freuen, wenn sich einer von euch als Betaleser für meinen Roman melden würde! :)
Autor denkt:
OH MEIN GOTT, BITTE HEEEEELFT MIR, HIER VERSINKT ALLES IM CHAOOOOS!!!

Autor schreibt:
Ich fange jetzt an mit schreiben.
Autor denkt:
In etwa zehn Minuten habe ich Musik, mein Essen und Getränke rausgesucht, stilvoll auf dem Tisch ausgebreitet und schon ein wenig genascht, dann mögliche Gesprächspartner abgewimmelt und eine angenehme Sitzposition eingenommen. Danach werde ich noch etwa eine Viertelstunde vorige Textstellen lesen, für den einen oder anderen Charakter schwärmen, einige Dinge umformulieren und anschließend feststellen, dass ich in einem ganz blöden Satz aufgehört habe. Dann werde ich kurz "aus Inspirationszwecken" auf Facebook vorbeischauen, eigentlich nur der Neugier halber. Dort stelle ich fest, dass mein Post "Ich fange jetzt an mit schreiben" in der Autorengruppe 14 Likes bekommen hat und mir sechs Leute in der Kommentarsektion viel Erfolg wünschen. Daraufhin zwinge ich mich zum Schreiben, aber der Druck der Öffentlichkeit ist mit einem Mal so groß, dass ich eine Blockade bekomme und eine Minute mit leerem Blick auf den Bildschirm starre, bevor ich das Dokument schließe.
Anschließend wird darüber getwittert.

Autor schreibt:
Ich sitze hier in meinem Lieblingscafé und arbeite an meinem Roman weiter! :)
Autor denkt:
Wenn die Leute um mich herum wenigstens mal die Klappe halten würden! Ich versuche zu arbeiten, HALLOOO? Na ja, wenigstens gibt es freies W-LAN.

Autor schreibt:
Jetzt fange ich aber wirklich an mit schreiben!
Autor denkt:
Gut, dass mir von zwei Freunden gut zugeredet wurde. Mein letzter Post ist jetzt anderthalb Stunden alt, ich muss dringend auf Toilette von den vielen Getränken und weiß gar nicht, wo die Zeit schon wieder hingeflossen ist. Lieber erstmal was posten, um mich selbst zum Arbeiten zu motivieren!
Wo habe ich eigentlich mein Notizbuch ...? Mist, das brauche ich ja noch ganz dringend zum Schreiben!

Mittwoch, 30. April 2014

Werdegang: So wurde JANA OLTERSDORFF eine Autorin!

Mehr zu Jana: Blog, Anthologie Zwischenstopp und Schauermärchen Die Brezelfrau

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Jana Oltersdorff kam 1977 in Wismar zur Welt und lebt seit 2002 in Dietzenbach bei Frankfurt am Main. Im Gegensatz zu Jennifer Jäger ist sie bislang nicht als Roman-, sondern als Kurzgeschichtenautorin aktiv und bisher in sieben erfolgreichen Anthologien verschiedener Kleinverlage vertreten, eine Anthologie mit eigenen Geschichten hat sie per Self-Publishing verlegt, zwei Kurzgeschichten über Kindle Direkt Publishing (KDP)1. In eine weitere Anthologie kam sie durch einen Wettbewerb mit 300 Teilnehmern auf der Autorenplattform Neobooks, unter anderem saß Bestsellerautor Sebastian Fitzek in der Jury. Auf dem Klappentext des 2014 erschienenen Knaur eBooks steht sein Lob über die Gewinnergeschichte von Oltersdorff. Momentan arbeitet sie an ihrem Debütroman.
Auch sie begann in ihrer Teenagerzeit mit dem Schreiben, durch das Lesen inspiriert, unter anderem von Stephen King. Die Schreiberei schlief jedoch ein, bis sie 2009 auf einen Schreibwettbewerb aufmerksam wurde und auf Anhieb gewann. Trotz der Erfolge gehört das Schreiben immer noch in den Bereich des Hobbys, etwas, das Jana Oltersdorff im Alltag verstauen muss. Auch ihr Beruf hat nichts mit dem Schreiben zu tun, ihr Hobby ist also ein kreativer Ausgleich vom Alltag.
Jana Oltersdorff nutzt Social Media aktiv, hat Facebook, Twitter sowie einen Blog und ist sehr aktiv beim „Autorenkorrektiv“ Qindie2.
Sie möchte den sich gerade in Arbeit befindenden Debütroman später allerdings nicht via Self-Publishing, sondern gedruckt bei einem Verlag unterbringen, und hat dafür zwei Kleinverlage im Blick, da diese vom Genre passen, also auch die Leserschaft stimmt, und sie bereits Kontakte zu den Verlagen pflegt.

Mittwoch, 23. April 2014

Werdegang: So wurde FRANK SCHÄTZING ein Autor

Sie dürfen nichts Unmögliches erfinden, sondern müssen das Mögliche plausibel machen.- Frank Schätzing

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Frank Schätzing wird am 28. Mai 1957 in Köln geboren. Schon in jungen Jahren spielt er mehrere Instrumente und ist ein guter Zeichner, was in seiner Zeit beim Bund hilfreich ist: Er soll eigentlich Feindbewegungen zeichnen, aber da es keine Feinde gibt, handelt er mit Offizierskarikaturen. Schätzing bemerkt früh, wie rentabel die Kunst sein kann1.
1993 ist er mit zwei Partnern Mitbegründer der Werbeagentur „Intevi“, er beschreibt diese Zeit selbst als kreatives Chaos. Währenddessen schreibt er nachts und an Wochenenden an „Tod und Teufel“2. 2003 steigt er ganz aus der Werbebranche aus und widmet sich voll und ganz dem Schreiben.
Bekannt wurde er in erster Linie für den 2004 erschienenen Thriller „Der Schwarm“. Das Schreiben hat er erst Mitte der 90er-Jahre für sich entdeckt, zuvor war er Kreativchef der Werbeagentur sowie Musiker und Musikproduzent3. Nach ersten Satiren und Novellen folgt der erste Roman, der Krimi „Tod und Teufel“. Tatsächlich ist der später erschienene Roman „Mordshunger“, sein Erstlingswerk, allerdings konnte er damals keinen Verleger dafür finden4.

Montag, 7. April 2014

Werdegang: So wurde GEORG BÜCHNER ein Autor

»Ich glaube, wenn wir in den Himmel kämen, müssten wir donnern helfen.«
- Georg Büchner

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Karl Georg Büchner wird am 17. Oktober 1813 als erstgeborener Sohn in Goddelau (bei Darmstadt) geboren und stirbt am 19. Februar 1837 im Alter von nur 23 Jahren in Zürich. Sein Vater ist, im Gegensatz zu Georg Büchner, ein Gegner der französischen Revolution. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Darmstadt schreibt er sich bei der medizinischen Fakultät in Straßburg ein, vier Jahre später wechselt er zur Universität in Gießen, mit der er allerdings deutlich unzufriedener ist. Ebenfalls unzufrieden ist er mit den reaktionären Umständen in Hessen, weswegen er Anfang 1834 in Darmstadt und Gießen die geheime Gruppierung „Gesellschaft der Menschenrechte“ gründet und gemeinsam mit Friedrich Ludwig Weidig die sozialrevolutionäre Flugschrift „Der Hessische Landbote“ verfasst, die „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“ proklamiert. Die Flugschrift gilt als sein erster literarischer Versuch und die Rhetorik noch heute als überragend1. Dieser Aufruf zur Revolution sorgt dafür, dass Büchner per Steckbrief gesucht wird und im März 1835 kurzzeitig nach Straßburg fliehen muss.
Im folgenden Jahr (1836) wird er in Abwesenheit zum Doktor der Philosophie in Zürich ernannt, im selben Jahr veröffentlicht er nach einer Schreibzeit von gerade einmal fünf Wochen sein erstes Drama „Dantons Tod“ und die Erzählung „Lenz“ sowie gegen Jahresende für einen Wettbewerb das Lustspiel „Leonce und Lena“. Solche Wettbewerbe gibt es auch heute noch und sind gerade bei jüngeren Autoren beliebt.

Samstag, 5. April 2014

Werdegang: So wurde THOMAS MANN ein Autor


»Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.«
- Thomas Mann

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Paul Thomas Mann, geboren am 06. Juni 1875 in Lübeck und verstorben am 12. August 1955 in Zürich, ist das zweite Kind des späteren Senators von Lübeck, Thomas Johann Heinrich Mann. Nach dem Tod des Vaters 1891 und der Auflösung der Getreidehandlung zieht die Mutter mit den jüngeren Geschwistern 1893 nach München, Thomas folgt 1894. Seine erste Novelle „Gefallen“ erscheint im selben Jahr und ist so erfolgreich, dass er beschließt, Schriftsteller zu werden. Über Vorbilder seiner Jugend, die ihm die Literatur näher gebracht haben, ist weitesgehend nichts bekannt, seine Vorbilder sind eher andere Künstler: Wagner, Schopenhauer, vor allem mit seiner Lehre vom Leiden am Dasein, von der Sehnsucht zum Tode und der Todesverwandtschaft zur Kunst1, sowie Goethe und Nietzsche sind vielerorts genannte Weggefährten, die auch in den Werken Manns hervortreten; etwa ist Goethe in Manns Roman „Lotte in Weimar“ eine tragende Figur. Die Worte, die Mann Goethe in den Mund legte, entsprechen teils seinen eigenen Überlegungen zum Thema Nationalsozialismus2. Dies spricht dafür, dass Mann sich mit Goethe identifizierte.
1896 beginnt er während seiner Italienreise mit der Niederschrift der Buddenbrooks. Der Roman spielt, auch wenn es nie explizit erwähnt wird, in Manns Heimatstadt Lübeck und beschreibt den Zerfall der Familie, wie es auch der Untertitel des Romanes sagt. Verarbeitet hat er vor allem den Niedergang der Familie Mann, jenen von Lübeck als Kaufmannsstadt und auch den des deutschen und europäischen Bürgertums. „Die Familie Mann zerfiel, aber Thomas Mann nutzte diesen Untergang für seinen Roman und verhalf dem Namen Mann zu Weltruhm“, heißt es in einer anlässlich seines 80. Geburtstages veröffentlichten Dokumentation über sein Lebenswerk3. Mann projizierte also die Verhältnisse seiner Heimatstadt auf die Familie Buddenbrook und baute unter anderem seine Eltern oder sich selbst unter anderen Namen in den Roman ein. Ohnehin ist das Leben Thomas Manns sehr eng mit den eigenen Werken verknüpft – so war Mann wie der Protagonist seiner 1903 erschienenen Novelle „Tonio Krüger“ ein eher fauler Schüler, der Roman „Königliche Hoheit“ von 1909 enthält Parallelen zu seiner späteren Frau Katia.

Dienstag, 1. April 2014

Werdegang: So wurde FRIEDRICH SCHILLER ein Autor

»Mein Leben hat ohnehin die Farben eines Romans.«
- Friedrich Schiller

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Friedrich Schiller wird am 10. November 1759 als Sohn eines Wundarztes in Marbach am Neckar geboren. Nachdem der Vater aus dem siebenjährigen Krieg heimgekehrt ist, wohnt die Familie in Lorch, wo Schiller, gerade vier Jahre alt, die glücklichsten Tage seiner Kindheit verbringt. Von 1764 bis 1766 besucht er die Elementarschule in Lorch und erhält Privatunterricht in Latein bei Pfarrer Moser, welcher zu Schillers Vorbild wird. Es ist gut möglich, dass er gerade durch diesen die Literatur schätzen und lieben gelernt hat; die Kirche in Lorch wird zu Schillers zweitem Zuhause, er beschließt sogar, selbst Pfarrer zu werden. Nicht nur Pfarrer Moser, sondern auch der Vater ist strenggläubig. In der Familie wird zwei Mal täglich eine Andacht gehalten, zu der Schiller selbst Gebete verfasst. Eine besondere Prägung erhält Schiller durch den ständigen Verzicht auf Genüsse, worauf der Vater oft plädiert1.
Nach der Versetzung des Vaters in die Garnisonsstadt Ludwigsburg zieht die Familie 1766 um. Im folgenden Jahr tritt Schiller in die Ludwigsburger Lateinschule ein, da er ein Geistlicher werden soll; durch den Unterricht von Pfarrer Moser wird er bald zu einem der besten Schüler. Jedoch erinnert sich Schillers bester Freund aus dieser Zeit später: »Wir waren in unseren Bubenjahren keine eigentlichen rechten Buben gewesen, die Ball oder andere dergleichen Spiele getrieben hätten«2, da ein strenger Lehrplan keinen Raum für Individualität bietet. In der Zeit an der Lateinschule kommt Schiller schließlich in Kontakt mit antiker römischer Literatur, die er später als Grundlage für seine ersten klassischen Dichtungen sieht. Sein besonderes Glück ist nämlich, dass sein Lehrer ab der dritten Klasse Johann Friedrich Jahn heißt, welcher es schafft, den Schülern die Neugierde beizubringen. Er vermeidet stures Auswendiglernen und führt seine Schüler in die Welt der Literatur, die zuvor für Schiller nur aus Gebeten bestanden hat. Durch Jahn motiviert verfasst Schiller zu allen möglichen Gelegenheiten lateinische Gedichte3.

Sonntag, 30. März 2014

Geschichte der Buchmesse + Bilder der LBM 2014

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                                  Geschichte der Buchmesse


Die Frankfurter Buchmesse ist die größte ihrer Art weltweit, sie findet jährlich im Oktober auf dem Frankfurter Messegelände statt und empfängt circa 300.000 Besucher, während die zweitgrößte Buchmesse Deutschlands, die Leipziger Buchmesse, 2014 einen Besucherrekord von 237.000 verzeichnete1. Während die Frankfurter Buchmesse etwa 7.300 Aussteller aus circa einhundert Ländern besitzt und auch 30 % der Besucher aus dem Ausland kommen2, sind es bei der Leipziger nur 2.194 mitsamt 3.200 Veranstaltungen und 410 Leseorten3. Dabei sind die Fachbesucher auf der Leipziger Messe meist in der Unterzahl, vor allem lockt es Literaturliebhaber auf die Messen, sie gilt als die familienfreundlichere Messe. Die Frankfurter Messe hingegen ist vorrangig eine Fachmesse.
Messen (lat. „missa“) gab es bereits im Mittelalter, erstmalige Erwähnung der Frankfurter Buchmesse gab es um das Jahr 1150 herum, wo die Messe bereits im Herbst als „Frankfurter Herbstmesse“ veranstaltet wurde. Allerdings waren diese Messen nicht spezialisiert. 1330 wurde die erste „Frankfurter Frühjahrsmesse“ veranstaltet, während es für die erste Leipziger Messe kein genaues Datum gibt, sie kam vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts4.

Dienstag, 18. März 2014

Der 133. Jugendpressekongress in Dresden


"Das Heer in Gegenwart und Zukunft - Eine Herausforderung für junge Leute"

Der 133. jugend presse kongress bietet zukünftigen Journalisten einen Blick in Medien und Militär

Bericht von Jenny Karpe

Der Plenumssaal der Offizierschule wurde mehrmals für
Veranstaltungen genutzt. Bildquelle: young leaders GmbH

 Dresden: 127 engagierte und interessierte Jugendliche aus ganz Deutschland beziehen vom 6. bis 8. Dezember 2013 für ein Wochenende die Räume der Offizierschule des Heeres. Unterteilt in Gruppen - Print, Online und Fernsehen - berichten sie über die Bundeswehr, ihre Aufgaben und die Zukunft des Heeres. Besonders nach der Abschaffung der Wehrpflicht ist diese Frage immer wichtiger geworden. 
 Aber es soll auch um die Zukunft der Jugendlichen gehen. Der Organisator, die young leaders GmbH, hat dafür insbesonders engagierte Jugendliche ausgewählt - dazu gehören Schülersprecher, Sportgruppenleiter, freie Mitarbeiter von Tages- oder Schülerzeitungen sowie Ehrenamtliche aus Politik, Kirche und Sozialem.

 Der Geschäftsführer der young leaders GmbH, Reinhard Werner, sprach noch am späten Freitagabend das Programm und die Vorschriften für die Jugendlichen an. In einer Kaserne verhält man sich anders als zu Hause, es herrschen Disziplin und Ordnung - somit wird der Kongress schon bei der Unterbringung zu einem Einblick der besonderen Art.

 Einen viel besseren Blick erhalten sie jedoch vor allem am darauffolgenden Samstag: Unterteilt in ihre Arbeitsgruppen lernen die Jugendlichen mit einem Profijournalisten an ihrer Seite - etwa aus der Online-Redaktion der Bild oder vom ZDF - die Grundlagen des Journalismus kennen. Wie wichtig sind Aktualität, Prominenz, Konflikte und Emotionen? Was ist der Unterschied zwischen einem Reporterbericht und einer Schalte? Wie wird Spannung erzeugt? Zudem interessieren sich die Profijournalisten für die bisherigen Erfahrungen der Jugendlichen und versuchen, Stärken und Schwächen einzubringen.

Nach dem Manöver stehen die Soldaten Rede
und Antwort. Bildquelle: young leaders GmbH
 Direkt nach dem Mittagessen wartet ein besonderer Höhepunkt auf die Jugendlichen: In einem Manöver wird ein Feindkontakt vom Aufklärungsbataillon 13 aus Gotha nachgestellt. Zunächst bewegen sich die Spähsoldaten durch das Gelände, um für ihren Kommandeur Informationen zu sammeln, etwa ob Feindbewegungen vorliegen. Der Gruppenführer gibt Handzeichen, bis plötzlich Schüsse erschallen. Drei Soldaten erwidern das Feuer der angreifenden Rebellen, während eines der beiden Aufklärungsfahrzeuge vom Typ Fennik Maschinengewehrsalven abfeuert. Der Gruppenführer befiehlt den geordneten Rückzug.

 Die Jugendlichen beobachten die Übung aus sicherer Entfernung und mit Gehörschutz. Geschossen wird mit Platzpatronen. Nach dem Manöver dürfen die jungen Engagierten die Soldaten des Aufklärungsbataillons persönlich befragen und sich selbst mit den Fahrzeugen vertraut machen.
 Für gewöhnlich wird in der Offizierschule des Heeres eher selten geschossen, denn die Ausbildungsstätte ist vielmehr für die Vermittlung von rechtlichem, politischem und taktischem Wissen für das zukünftige Führungspersonal der Bundeswehr zuständig; vierteljährlich werden etwa eintausend angehende Offiziere unterrichtet.

Samstag, 8. Februar 2014

Was Charaktere bewegt: Das Spiel mit der Angst und den vier Persönlichkeitstypen


»Du kannst mir keine Angst machen, denn Angst entsteht hier oben, im Kopf.«
- Merlin: Die neuen Abenteuer
Quelle

 Angst und Liebe sind die beiden Kräfte im Universum, die Menschen am meisten bewegen. Ich möchte mich heute mit dem etwas interessanteren Aspekt (wie ich finde) beschäftigen, und das ist die Angst.
Dabei habe ich mich zunächst mit der "chronischen" Angst beschäftigt, also sozusagen dem Grundtypen* des Menschen sowie danach mit eventuellen Phobien, die durch bestimmte Dinge hervorgerufen werden und immer oder eben nicht immer vorherrschen können, kommt ganz darauf an (näheres später).
Danach hab ich mal geschaut, was denn eigentlich mit "akuter" Angst ist - die Angst, an die wir beim Wort "Angst" wohl als erstes denken. Horrorszenarien, abrupte und dramatische Wendungen innerhalb einer Geschichte und dergleichen. Aber erstmal:

* Natürlich ist es völlig egal, nach welchem Konzept ihr arbeitet. Ich fand das folgende angemessen, da es die Menschen in nur vier Arten unterteilt. Es gibt gewiss auch sechszehnteilige oder welche mit mehr Teilen, aber dafür war hier kein Platz. ;)

Chronische Angst

Um mich etwas auf das Thema einzustimmen, habe ich mir einen Artikel des Focus angeschaut, in dem von vier Typen der Persönlichkeit eines Menschen die Rede ist.
Die da wären (mit kleineren Interpretationen von mir):


- Der depressive Persönlichkeit: Der Helfer. Hat Angst vor eigener Entfaltung. Er denkt mit dem Herzen und findet Beziehungen wichtiger als eine Sache, um die gekämpft wird. Der depressive Typ ist einfühlsam und hingebungsvoll (ja, auch in der Liebe).
Entwicklungschancen: Abgrenzung und Zulassen von Aggression, auch Einsatz für die eigenen Belange, Selbstentfaltung. (Quelle)

- Die schizoide Persönlichkeit: Der Selbstmacher. Ein Typus, der sich selbst abspaltet und autonom lebt. Er ist sachlich und kontrolliert, das Gegenteil des depressiven Typs. Könnte verschlossen wirken, da er es nicht mag, von anderen abhängig zu sein. Er ist eher in Gegenstände als in Menschen interessiert und ist nicht besonders hingebungsvoll in der Liebe.
Entwicklungschancen: Einfühlung für andere zeigen, Bindung eingehen. (Quelle)

- Die zwanghafte Persönlichkeit: Der Planer. Sie sind Konstanten, auf die man bauen kann, da sie zuverlässig und konsequent sind. Für sie sollte am Besten alles so bleiben, wie es ist. Ihnen fehlt oft der gewisse Funken Lebensfreude, da sie sich ungern von ihren Normen und Regeln abwenden. Prinzipien sind ergo das Wichtigste.
Entwicklungschancen: Leichtigkeit, Lust und Lebensfreude. (Quelle)

Samstag, 1. Februar 2014

Sherlock Holmes' Gedächtnispalast; extern und für Autoren

Jane: »I can also name the geological time periods, the worlds longest rivers by size, and the complete works of Shakespeare in chronological order.«
Lisbon»So the memory palace is intact?«
Jane»I told you about the memory palace?«
Lisbon»We're friends.«
- The Mentalist, Patrick Jane & Teresa Lisbon 

Original

 Leider bin ich kein Sherlock und auch kein Patrick Jane und verfüge über keinen Gedächtnispalast - ich muss mir Dinge ganz gewöhnlich aufschreiben. Doch selbst das Wichtigste geht dabei ab und an verschütt, und dann überschneiden sich die Daten auf meinen zig Notizblöcken. Was tun?
In Filmen und Serien (und sicherlich bei viele echten Autoren) sind die Wände von Zetteln und Notizen überhäuft. Das sieht nicht nur professionell und gleichzeitig chaotisch aus, das ist eine Art externer Gedächtnispalast. Für die allerwichtigsten Daten und Überlegungen.
 So etwas brauche ich auch! Und damit ich gleichzeitig noch etwas Farbe in mein (Ober-)Stübchen bringe, male ich vorher einen orangen Grund auf ein DIN-A3-Blatt ...


 Fertig! Der rote Strich ist für einen Zeitstrahl (der, wie ich später feststellen durfte, etwas zu knapp bemessen ist) ... es vergeht eine Weile Schnibbelns und Schreibens, dann sieht das Ganze so aus:


 Und ein paar Wochen später hat sich die "Mindmap" etwas mehr gefüllt ... ja, es hat einen Grund, warum manche Stellen unleserlich gemacht wurden. :D


 Der Post bzw. die Bilder haben hier jetzt eine ganze Weile gedümpelt, aber ich dachte mir, dass die Mindmap jetzt schon ganz gut gefüllt ist und ich das mal raushauen kann. Bis auf den Zeitstrahl habe ich übrigens nichts aus meinen Notizbüchern übernommen (bzw. nicht einmal den), dafür bräuchte ich wohl mehr als nur ein DIN-A3-Papier. ;)
 In diesem Sinne: Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Bilder EURER Autorensammelsurien ... äh ... genau ..., zeigen würdet! :)
 Zum Abschluss zeige ich euch noch ein Bild, wie ich mich beim Erstellen dieser Mindmap gefühlt habe ...

Original

~ Eure Jen

Samstag, 11. Januar 2014

Social Media für Autoren: Videoplattformen

Social Media für Autoren: Videoplattformen

Zu diesen sozialen Medien gehören etwa Seiten wie YouTube, MyVideo oder Vimeo.
Für Autoren kann sich der enorme Zeitaufwand lohnen, um Lesungen oder Buchtrailer zu drehen und anzubieten. YouTube gehört zu Google und ist demnach mit Google+ verbunden, aber auch Facebook und Co. sind verbindbar. Für Videos ist technisches Equipment und eventuell Schnittprogramme notwendig, sie benötigen Planung, besitzen allerdings hohe Viralität und sind oftmals effektiver als Texte, da sie mit mehren Sinnen arbeiten. Wichtig ist allgemein, aber hier ganz besonders, die Beachtung der Urheberrechte und des Datenschutzes, gerade bei den Audiomaterialien. 1
Videoplattformen werden immer beliebter und fungieren als neue Form des Fernsehens, sind also wie früher das Radio oder Fernsehen ein ernst zu nehmendes Medium, das sich mit etwas Zeitaufwand für Autoren eignen kann.

Bild: https://www.alamo.edu/uploadedImages/NVC/Website_Assets/Images/News_and_Events_Sets/youtube-logo.jpg


1„Buchmarketing & Social Media 2013“ - Seite 26


Kleines Beispiel, wie man's machen kann:


Donnerstag, 9. Januar 2014

Social Media für Autoren: Foren



Social Media für Autoren: Foren

 In Hinsicht auf die Interaktivität sind Foren das Gegenteil von Blogs, denn hier ist sie ein Schwerpunkt. Es gibt vielfältige Foren zu etlichen Themenbereichen und Interessensgebieten. Viele Foren basieren darauf, dass User fragen stellen und andere User diese in sogenannten Threads oder Topics beantworten. Autoren haben hier beispielsweise die Möglichkeit, sich einzubringen und Kontakte zu knüpfen. In einem Forum sollte das primäre Ziel nicht sein, für sein Buch zu werben, sondern eigene und fremde Fragen zu klären und seine Reichweite zu erhöhen. Foren sind allgemein kaum kombinierbar und weniger viral als andere soziale Medien, dafür benötigen sie kein zusätzliches technisches Verständnis und bieten eine ähnliche inhaltliche Tiefe wie Blogs. Foren sind besonders für dialogbereite Autoren geeignet, die sich nicht nur informieren und vermarkten, sondern auch als Experte fungieren, neue Bekanntschaften innerhalb einer Interessensgemeinschaft schließen und durch Interaktion mit anderen Mitgliedern Vertrauen aufbauen wollen.1
Ein Forum ist also so etwas wie ein digitaler Marktplatz oder ein digitaler Kongress.

Bild: http://www.mfg-wardenburg.de/images/foren_u.png

1 „Buchmarketing & Social Media 2013“ - Seite 23f.

Dienstag, 7. Januar 2014

Social Media für Autoren: Blogs

  


Social Media für Autoren: Blogs

 Das Blog (auch: der Blog) oder auch Weblog, eine Wortkreuzung aus dem englischen Wörtern World Wide Web und Log für Logbuch, ist ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Web-Logger, kurz Blogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert (postet) oder Gedanken niederschreibt.1 
 Ein Blog bietet die ideale Möglichkeit, tiefergehende Inhalte ausführlich zu behandeln, denn im Gegensatz zu Twitter und Facebook ist die Zielgruppe zunehmend lesefreundlicher.
Es gibt verschiedene Anbieter für Blogs, etwa Blogger, tumblr oder Wordpress, man kann sich allerdings auch selbst eine Webseite programmieren, sofern man dazu imstande ist. Aber selbst bei den vorgefertigten Blogs gibt es zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, mit denen ein Blog zu etwas Individuellen wird. Dabei handeln die meisten Beiträge nicht vom Buch selbst, sondern vom Drumherum. Der Zeitaufwand ist nicht zu unterschätzen, da unter anderem SEO-Techniken angewendet werden müssen, um in Suchmaschinen eher gefunden zu werden.

Sonntag, 5. Januar 2014

Social Media für Autoren: Google+


Social Media für Autoren: Google+

 Das 2011 gelaunchte Netzwerk hat etwa 190 Millionen aktive Mitglieder (Stand Mai 2013) und kommt daher nicht ansatzweise an die Zahlen von Facebook heran. Beachtenswert ist die Nutzerstruktur, denn ein Großteil der User sind Studenten und „äußerst internetaffin“, dadurch entsteht eine gut gebildete und vielseitig interessierte Zielgruppe, die jedoch zwischen zahlreichen inaktiven Profilen untergehen könnte.1
 Im Vergleich zu Facebook lässt sich der Freundes-, Bekannten- und Leserkreis viel übersichtlicher ordnen, dafür bietet das Netzwerk sogenannte Kreise („Circles“) an. Damit kann einfach festgelegt werden, wer die Inhalte sehen und teilen kann.
 Ein Vorteil sind die sogenannten Hangouts, mit welchen unkompliziert Videotelefonate oder Lesungen organisiert werden können. Google interagiert für gewöhnlich mit vielen anderen Netzwerken, ich nutze Google+ etwa, um meine Tätigkeiten von Blogger und YouTube zu teilen. Die eigene Sichtbarkeit im Netz – besonders in der Google Suchmaschine – kann durch Google+ immens gesteigert werden.
 Ich persönlich nutze Google+ nur für meinen Blog, und das weniger als fünf Minuten am Tag. Das Netzwerk hat meiner Meinung nach viel Potenzial, da es sehr übersichtlich und gut bedienbar ist, aber es kommt einfach nicht wirklich gut gegen Facebook an.





1 „Buchmarketing & Social Media 2013“ - Seite 32

Freitag, 3. Januar 2014

Social Media für Autoren: Twitter



Social Media für Autoren: Twitter

 Twitter ist ein Echtzeit-Informationsnetzwerk1, in dem mit Kurznachrichten, sogenannten „Tweets“ kommuniziert und mitgeteilt wird. Ein solcher Tweet darf maximal 140 Zeichen lang sein, weshalb Twitter in die Sparte der „Microblogs“ fällt. Daher ist Twitter sehr schnell und direkt. Im Oktober 2013 hatte das soziale Netzwerk 232 Millionen User weltweit2, 4 Mio. in Deutschland (Juni 2012).
 Twitter lässt sich problemlos mit anderen sozialen Netzwerken, etwa Blogger und Facebook, per Twitter- oder Hashtagfeed verbinden, jedoch verlangt die Zeichenbegrenzung Kreativität und Deutlichkeit, darum gibt es hier kaum inhaltliche Tiefe oder Platz für groß angelegte Umfragen. Man kann Twitter relativ unauffällig benutzen, wodurch Veranstaltungen oft per Twitter begleitet werden und Follower immer auf dem neusten Stand gehalten werden können.3 
 Twitter bietet sich nicht nur an, das eigene Buch zu bewerben, sondern auch, um Neuigkeiten aus dem eigenen Leben zu verbreiten. Das schafft Nähe zu den Followern.
Stichwörter („#Hashtags“) helfen den Usern, die Dinge, die sie wirklich interessieren, zu verfolgen, dadurch bilden sich einzelne Themenbereiche. Für Autoren sind besonders Autorenkollegen, Journalisten und Literaturblogger interessant, wechselseitige Interaktion mit den dazugehörigen Usern erhöht die Wahrscheinlichkeit, gefunden zu werden. Durch die „Retweet“-Funktion werden interessante Beiträge weitläufiger geteilt und erhöhen ihre Viralität4.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Social Media für Autoren: Facebook

 Erst einmal: Frohes Neues, meine Lieben!
 2014 starte ich richtig durch mit meiner freiwilligen Lernleistung, und damit ihr auch etwas davon mitbekommt, erhaltet ihr jetzt regelmäßig einen Einblick. Heute gibt es einen Ausschnitt aus meinem Social Media-Teil und - ihr könnt es im Titel sehen - dabei geht es explizit um Facebook.
 Für Kommentare und Anregungen wäre ich sehr dankbar! :)


Social Media für Autoren: Facebook

 Facebook ist das größte und wohl bekannteste soziale Netzwerk und kostenlos. Es hat weltweit 1,11 Milliarden aktive Mitglieder sowie 25 Mio. Mitglieder in Deutschland (Stand 07. Mai 20131). Das Netzwerk ist in 49 Sprachen verfügbar, der Hauptanteil der Nutzer ist zwischen 18 und 34 Jahren alt und die Geschlechterverteilung dabei fast ausgeglichen.2
 Nutzer haben nach ihrer Anmeldung die Möglichkeit, ein eigenes Profil, Fanseiten („Fanpages“) und Gruppen sowie Veranstaltungen (z.B. für „Meet & Greets“ oder Lesungen), Pressemitteilungen oder Newsletter zu erstellen, mit welchen man gut mit anderen Usern in Kontakt treten kann. Facebooks wichtigste Eigenschaften für Autoren, die es als Mittel zur Erhöhung der Reichweite eines Buches verwenden wollen, sind die hohe Viralität und die niedrigen technischen Ansprüche. Nachrichten („Posts“) können schnell erstellt und verbreitet („geteilt“) werden, auch verschiedene Anhänge wie Bilder, Videos und Standorte sind einbindbar. Das berühmte „Gefällt mir“ erleichtert es den eher kommentarfaulen Usern, Gefallen auszudrücken. Es wird empfohlen, täglich eine halbe Stunde für Facebook einzuplanen, wenn man sich als Autor profilieren möchte.3